Lotte von Fritzi
dein Köpfchen liegt hier neben mir
dein Rücken drückt sich fest an meine Brust
mein Arm hält dich
doch nicht gefangen und ich höre
wie dein Atem tiefer sinkt
ich rassele dir meine Sinusite
chronisch
in die Ohren … doch
es stört dich nicht
wenn meine Hand dir zärtlich
über ergrautes Barthaar streicht
du atmest tief noch ein Mal ein und tiefer aus
ich spüre deine Wärme
deinen Herzschlag
deine Nähe und viel später erst
folge ich dir auf gleichem Kissen ähnliche Pfade
abgleitend in den Traum
du, kleines Tier, hast mir ganz Großes doch voraus
du, Lotte, fühlst und musst nicht denken
du … schaffst es beinahe auch mich
von all dem Kalten
unwichtig Quälenden
für ein paar Stunden abzulenken

Bildquelle: Fritzi
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Frische Kommentare







13. März 2010 um 10:02Uhr
Ist Lotte Dein Hund? “ich rassle Dir meine Sinusite…” das ist toll ausgedrückt!
15. März 2010 um 10:54Uhr
Ich habe einen Hund und zwei Katzen und was du schreibst kommt mir sehr sehr vertraut vor. Tiere sind eben oft die *besseren Menschen und Begleiter. Treffend beschrieben, danke!
Jeremias
26. März 2010 um 19:28Uhr
Die Rennratte….sie hat Glück gehabt, Dich zu finden. Und Du hast Glück gehabt, sie zu behalten. Weiß das ehemalige Frauchen, wo Lotte jetzt ist? Besucht ihr sie mal gemeinsam? Aber Du hast sicher nicht so berauschend viel Zeit. Außerdem weiß man nicht, ob die Heimleitung den Besuch von Rennratten gestattet.