Leben leben von Jeremias Mellenkamp
morgens aufwachen
der erste tiefe Atemzug des neuen Tages
ihn mit einem Lächeln begrüßen
den neuen Tag zu nehmen
wie er kommen mag
den Dingen nachgehen, die zu erledigen sind
ohne Hast und Stress
bei sich bleiben, sich nicht zu verlieren
den Tag wertzuschätzen
wie die vergangenen und kommenden
immer mit dem Bewusstsein,
es könnte der letzte Tag sein
das letzte Erwachen
an einem Morgen
der letzte tiefe Atemzug
der letzte Augenblick
eines Lebens
eines Tages
Leben leben
jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde
solange das Leben es erlaubt
jeden Tag wie ein Geschenk zu nehmen
jeden einzelnen Tag erleben
jeden Tag
leben

Bildquelle: © Jeremias Mellenkamp
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Frische Kommentare







04. März 2010 um 08:54Uhr
gute Gedanken - nur leider nicht immer so umzusetzen
04. März 2010 um 09:33Uhr
Schön, dass und wie du daran erinnerst! - Ich überlege, ob das ein ernsthaft anzustrebendes Ziel für mich sein könnte, denn noch bedeuten mir Freude und Leid Anderer zu viel, stören mich Missachtung und Gedankenlosigkeit. - Und so bleibt es für mich wohl noch für längere Zeit eine langsame Entwicklung hin zur absoluten Ausgeglichenheit….
04. März 2010 um 17:18Uhr
….eine sehr eindrucksvolle Beschreibung dessen, was uns durch Geburt vorgegeben ist- der Weg durch unser Leben im angestrebten “IDEAL” das in userem Ende zur Bedeutungslosigkeit verkümmert…..
05. März 2010 um 12:02Uhr
jeremias,
wer wie ich viermal an der schwelle stand, der kann deine gedanken gut nachvollziehen.
ich gehe nicht mit dem gedanken in den tag, es könnte dieser tag mein letzter sein.
vielmehr lebe ich mein leben so weit es mir beruflich möglich ist in vollen zügen.
zu oft mache die nacht unterbewußt zum tag, weil ich noch soviel vorhabe. wenn ich mich nicht manchmal selbst zügle, dann bemerke ich an mir eine art jagdtrieb nach weiterer zu gewinnender zeit. scheinbar fehlt mir die notwendige gelassenheit, welche vielen aus der vorgenannten situation danach zu eigen ist.
ich danke dir dafür, mich mal wieder ans überlegen gebracht zu haben…
05. März 2010 um 15:54Uhr
Schöner, nachdenkenswerter Text. Es gelingt mir auch noch nicht sehr lange, so entspannt und ausgeglichen zu sein, aber immer mehr, und das ist ein tolles Gefühl.