Dr. Heiner Geißler von Max Pesie
80 Jahre – und kein bisschen leise
Am 3. März begeht das christdemokratische Urgestein seinen achtzigsten Geburtstag. Zeitlebens scharfzüngigen Geistes und selten bequem…
Heinrich, mir graust vor dir! So oder ähnlich dachten wohl viele schon von ihm, denen der eigenwillige Christdemokrat nicht in den Kram passte, der selbst als Generalsekretär der CDU letztendlich Helmut Kohl unbequem wurde.
Heinrich „Heiner“ Geißler, geboren am 3. März 1930, wuchs als viertes von fünf Kindern des Oberregierungsrats Heinrich Geißler und dessen Ehefrau Maria, geb. Buck, in Oberndorf am Neckar in einem Elternhaus auf, das dem Ungeist der Nationalsozialisten in nichts nahe stand, zumal der Vater ob seines Engagements in der Zentrumspartei während des Naziregimes mehrfach zwangsversetzt wurde.
Wie viele junge Menschen bewegte und berührt bis heute auch Heiner Geißler ein Ideal. Wohl erst recht nach Erfahrungen wie Eindrücken, die er während des Tausendjährigen Reichs und dessen Zusammenbruchs verinnerlichte. Lohnenswert schien ihm darauf eine christliche Mission zu sein, wofür er nach seinem Abitur am Kolleg St. Blasien mit 19 Lenzen dem Jesuitenorden beitrat, den er aber nach vier Jahren wieder verließ, da er sich außerstande sah, das Keuschheits- wie Gehorsamsgebot mit sich vereinbaren zu können, womit er sich erst mal selbst treu blieb.
Beste Voraussetzung für ein Philosophiestudium also, dem sich noch ein Jurastudium anschloss, wonach er seine Doktorarbeit über das Recht der Kriegsdienstverweigerung schrieb. Thematisch höchst konsequent, war er doch schon als Jüngling in den letzten Kriegstagen vom Schanzdienst nach Hause “ausgebüchst”.
Während seiner Studienzeit war er Mitglied des römisch katholischen Studentenbunds und Mitbegründer des RCDS (Ring christlich demokratischer Studenten) und fungierte Anfang bis Mitte der sechziger Jahre als Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württembergs.
1962 wurde er als Richter am Amtsgericht Stuttgart tätig und anschließend als Regierungsrat Leiter des Ministerbüros des Arbeits- und Sozialministers des Landes Baden-Württemberg, bis er schließlich Ende 1967 das Amt des Sozialministers von Rheinland-Pfalz bekleidete. Und abgesehen von andern Aufgaben agierte Heiner Geißler von 1991 bis Oktober 1998 als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und blieb bis 2002 Mitglied des Bundestags.
1977 wurde der gewandte Rhetoriker zum Generalsekretär der CDU gewählt, in dessen Funktion er die Partei 12 Jahre bis 1989 federführend in drei Bundestagswahlen managte und eng mit Helmut Kohl zusammenarbeitete,
unter dessen Ägide Geißler von Oktober 1982 bis September 1985 auch Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit war.
Generalsekretär der Partei blieb er bis September 1989, nachdem er nicht erneut zum “Parteigeneral” vorgeschlagen wurde. Sicherlich eine Entscheidung, die auf massiven Differenzen zwischen ihm und Helmut Kohl über den weiteren Kurs der CDU basierte, und weil er es obendrein wagte, bezüglich der Rolle Helmut Kohls, von einer “führerkultischen Partei” zu sprechen.
Klar, leisetreterischer Gehorsam war ja nie seine Sache.
Nichtsdestoweniger gehörte er bis 1998 dem Präsidium der CDUan und räumte im November 1999 unverblümt im Verlauf der CDU-Spendenaffäre ein, dass die Partei in der Ära Kohl schwarze Kontenführte.
Erinnern kann man sich bezüglich seiner Person aber auch an heftige Reaktionen im Bundestag, als er 1977 eine Broschüre zu verantworten hatte, in der Günter Wallraff, Helmut Gollwitzer, Heinrich Albertz, Herbert Marcuse und Bundesinnenminister Werner Maihofer als Sympathisanten des Terrors der RAF (Rote Armeefraktion) bezeichnet wurden.
Und als es 1983 um die Stationierung von Mittelstreckenraketen ging, nannte Geißler die SPD die ”Fünfte Kolonne der anderen Seite”, womit er auf die Ostblockstaaten abzielte.
Ebenso unvergessen, als ihm Willy Brandt im Mai 1985 vorwarf, der ”schlimmste Hetzer seit Goebbels” zu sein, was wohl eine Reaktion auf Geißlers Kritik an den Oberbürgermeistern von Dresden und Leipzig war, die er als diktatorisch anprangerte.
Nicht nur Zustimmung erntete item Geißlers Kritik an der Verleihung des Friedensnobelpreises an International Physicians for the Prevention of Nuclear War (Internationale Physiker für Verhinderung eines Atomkriegs), da deren Vizepräsident, der sowjetische Gesundheitsminister Jewgeni Tschasow, Dissidenten in psychiatrische Anstalten einweisen ließ.
Wie auch immer, mit einem Joseph Goebbels hat und hatte Geißler äußerst wenig am Hut, gleichwohl er sicher für manche kein bequemer Geist war und ist, der nebenbei auch die Aktion “Artikeldrei” des Lesben- und Schwulenverbands Deutschland analog zum Grundgesetz unterstützt.
Zitate gibt es mehr als genug von ihm. Eine ganze Flut, die sich im Laufe seines Lebens ansammelte, wobei die hier angeführten bestenfalls Splitter seiner Person abbilden:
Sein Lieblingssatz, “Ich wollte der Partei dienen”, ist an Chuzpe unüberbietbar. Er wollte nur sich selbst dienen. ( Geißler über Helmut Kohl in der Süddeutschen Zeitung, Oktober 2000 )
“Jeder intelligente Katholik ist im Inneren irgendwie auch Protestant. Die Nachfolgeorganisation der Inquisition, die Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger, kann ja wohl nicht der Maßstab des Glaubens sein.” ( im Interview mit der Zeit, 2003 )
Zu den Vorfällen an Jesuitenschulen äußerte sich Geißler im Februar 2010 im WDR in der Sendung „eins zu eins“, dass die Katholische Kirche nach seiner Auffassung “mit ihrer Erziehung zu einer verklemmten Sexualität viel Schuld” an den jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfällen trüge. “Die Kirche muss endlich den Zölibat abschaffen und muss sich befreien, wie das die evangelische Kirche auch getan hat.”
“Nationalstolz ist auch keine Voraussetzung für das Amt des CDU-Generalsekretärs. Stolz gehört zu den sieben Hauptsünden.” ( im Kontext zur Patriotismusdebatte, 2004 )
“Ohne den Pazifismus der 30er Jahre wäre Auschwitz überhaupt nicht möglich gewesen.” ( in der Bundestagsdebatte über Sicherheitspolitik, 1983, meinend die Appeasementpolitik der Allierten, die Hitler erst ermutigte, seine Kriegs- und Massenvernichtungspläne zu realisieren.) Diese Äußerung war und ist insofern umstritten, da er diese erst nachträglich weiter erläuterte, es jedoch ebenso hypothetisch bleibt, ob eine andre Politik der Alliierten Krieg und Holocaust wirklich verhindert hätte.
2007 kommentierte er bezüglich Polizeigewalt beim G8-Gipfel in Heiligendamm dergestalt:
”Wenn mich einer anfasst, dann schlage ich zurück – und wenn es ein Polizist ist, dann schlage ich zurück. Wenn ich demonstriere, dann übe ich ein Grundrecht aus, dann lasse ich mich nicht anfassen – von niemandem.”
( in Maybrit Illners Talkshow “Razzien und Randale – Wie weit dürfen Staat und Demonstranten gehen?”)
Hierauf forderte das CDU-Mitglied Rainer Wendt, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft Nordrhein-Westfalens und Vizevorstand im Bund, Geißlers Parteiausschluss – entweder in Unkenntnis des Grundgesetzes oder im Vertrauen auf die Gnade des Herrn. Beides schlimm genug.
Von sich Reden machte im selben Jahr Geißlers Beitritt zu Attac, um die von Attac angestrebte Humanisierung des Globalisierungsprozesses zu unterstützen, wobei ihm seine CDU-Mitgliedschaft einem Engagement als Globalisierungskritiker nicht entgegenstand – und adäquat hierzu:
“Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist nicht konsensfähig und zutiefst undemokratisch, es muss ersetzt werden durch eine neue Wirtschaftsordnung.”
Ferner vermittelte Heiner Geißler seit 1997 auch als Schlichter bei Tarifkonflikten. Beispielsweise bei Verhandlungen in der Bauindustrie, bei der Deutschen Telekom, sowie im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und der Deutschen Bahn.
Darüber hinaus zeigte er als prominentes Mitglied von Attac besonders in wirtschaftspolitischen Fragen Flagge, indem er auch so genannte “linke Positionen” vertrat und gewisse marktradikale Entwicklungen als “ultrakonservativ, turbokapitalistisch, neoliberal, rückwärtsgewandt” oder “von gestern” bezeichnete. Nicht minder kritisch äußerte er sich auch zu Hartz IV und den Regelsätzen bei ALG II. Und im Mai 2007 erklärte er folgendes:
“Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist nicht konsensfähig und zutiefst undemokratisch, es muss ersetzt werden durch eine neue Wirtschaftsordnung.” Des weiteren in einem Interview 2007, dass ein Wirtschaftssystem, in dem Hedgefonds unkontrolliert arbeiten können, so genannte Geier-Fonds, riesige Gewinne auf Kosten hochverschuldeter afrikanischer Länder machen und in dem der Börsenwert eines Unternehmens umso höher steigt, je mehr Arbeitnehmer wegrationalisiert werden, krank, unsittlich und ökonomisch falsch sei.
Der Kapitalismus sei, da er “keine Werte jenseits von Angebot und Nachfrage” kenne, nicht weniger falsch wie der Kommunismus. Ein Vorbild für einen zu findenden neuen Mittelweg könne zwar “die alte deutsche soziale Marktwirtschaft” sein. Da die Märkte jedoch bereits globalisiert seien, könne der Nationalstaat als solcher hierfür keine Lösungen mehr bieten, vielmehr müsse sich im Gegenzug auch die Politik internationalisieren. Impulse dafür müssten allerdings – anstelle eines nationalstaatlichen Zentralismus – von regionalen, unterstaatlichen Ebenen ausgehen; denn: “Nur sie können Heimat vermitteln, nur dort können sich Menschen wiederfinden.”
Nicht weniger nachdenklich sollte auch Geißlers Einschätzung stimmen, dass die EU, als überstaatliche Organisation, aufgrund ihrer übermäßigen Wirtschaftsorientierung, bei der Bevölkerung zunehmend das Vertrauen verloren habe.
Wie selbstverständlich kam bei ihm aber auch jenseits aller politischen Kontroversen der Mutterwitz nicht zu kurz, wofür man ihm 1995 zu Aachen den “Orden wider den tierischen Ernst” verlieh.
Privat war Heiner Geißler ein enthusiastischer Bergsteiger und Gleitschirmflieger, wobei er 1992 schwerverletzt nach einem Absturz grade noch davonkam. Ob er heute noch klettert, ist mir nicht bekannt. Was immer aber die ganze Persönlichkeit des munteren Unruheständlers betrifft, lässt sich mit wenigen Worten kaum erfassen. Nachlesen ließe sich dafür einiges in einem seiner zahlreichen Bücher, von denen unabhängig er stets für ein Bonmot gut zu sein scheint. So auch in einem seiner letzten Interviews, als der Schelm, auf sein Alter hin angesprochen, fein schmunzelnd meinte, dass er gar nicht bemerkt hätte, wie die Zeit verging.
Schwer zu sagen, ob er dies je wahrnimmt, denn nach wie vor ist der rüstig Vielbeschäftigte häufig Gast öffentlicher Diskussionen, hält Vorträge, bekleidet Ehrenämter und kümmert sich nebenbei um Familie wie Weinberg, falls er nicht grade bei einem Gläschen die Seele baumeln lässt oder durch “seine” Pfalz wandert.
Was aber wünscht unsereins nun dem wackeren Streiter für Menschenrechte? Auf jeden Fall alles unerschütterlich Segensreiche…
Für Interessierte nachstehend die Liste von ihm und über ihn erschienener Bücher:
“Ou Topos – Suche nach dem Ort, den es geben müsste”
…wovon Menschen träumen – Essay wie Autobiographie
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Mai 2009
“Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums”
Rowohlt Berlin Verlag GmbH, September 2003
“Intoleranz. Vom Unglück unserer Zeit”
Verlag Kiepenheuer & Witsch, März 2002
“Wo ist Gott? Gespräche mit der nächsten Generation”
Rowohlt Berlin Verlag GmbH, September 2000
“Zeit, das Visier zu öffnen”
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Dezember 1998
“Das nicht gehaltene Versprechen. Politik im Namen Gottes”
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Oktober 1997
“Bergsteigen”
dtv, Kleine Philosophie der Passionen, 1997
“Der Irrweg des Nationalismus”
Verlag BELTZ Athenäum, 1995
“Gefährlicher Sieg. Die Bundestagswahl 1994 und ihre Folgen”
Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1995
“Heiner Geißler im Gespräch mit Gunter Hofmann und Werner A. Perger”
Eichborn Verlag, 1993
“Zugluft – Politik in stürmischer Zeit”
C. Bertelsmann Verlag, März 1990
“Abschied von der Männergesellschaft” (Hrsg.)
Ullstein Sachbuch, 1986
“Ausländer in Deutschland – für eine gemeinsame Zukunft” (Hrsg.)
2 Bände, Olzog Verlag, 1983
“Mut zur Alternative”
Herbig Verlag, 1981
“Sport – Geschäft ohne Illusionen?” (Hrsg.)
v. Hase u. Koehler Verlag, 1980
“Grundwerte in der Politik”
Analysen und Beiträge zum Grundsatzprogramm der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (Hrsg.)
Ullstein Verlag, 1979
“Der Weg in die Gewalt”
Geistige und gesellschaftliche Ursachen des Terrorismus und seine Folgen (Hrsg.)
Olzog Verlag München, 1978
“Die Neue Soziale Frage”
Verlag Herder, 1976

Bildquelle: Wikipedia, Dezember 2007
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Frische Kommentare







03. März 2010 um 10:22Uhr
Danke für diese tolle und überzeugende Zusammenfassung!
03. März 2010 um 10:27Uhr
kann mich nur anschließen - und ich wünsche Herrn Geißler noch ganz viele gesunde Lebensjahre!
und es wäre ganz wunderbar, würde sich ein “Enkel” finden!
03. März 2010 um 10:34Uhr
Das ist wirklich klasse zusammengefasst, Max - für einem Mann und großen Politiker mit Rückgrat, 1 plus Schleifchen, wie wir in alten Zeiten zu sagen pflegten - und setzen!
03. März 2010 um 11:08Uhr
Querdenker sind immer unbequem, weil sie sich eben nicht in ein Schema pressen lassen.
Ich wünschte, unter den jetzigen Politkern wären mehr von solchen Querdenkerpersönlichkeiten und weniger Wichtigtuer.
Ihm ist zu wünschen, dass er bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit bleibt.
Danke für die Zusammenfassung.
03. März 2010 um 11:08Uhr
Herzlichen Glückwunsch, sowohl dem Geburtstagskind als auch zu diesem Artikel.
03. März 2010 um 11:35Uhr
Ich schliesse mich sehr gerne den Gratulanten an, einen Mann und Politiker seines Schlages ist in der heutigen Politszene kaum noch zu finden. Der Artikel gefällt mir ausgesprochen gut.
Jeremias
03. März 2010 um 18:30Uhr
Hier noch die Gratulation von Dieter Hildebrandt in der SZ, zuverlässig kritisch durchwachsen, wie zu erwarten!
http://www.sueddeutsche.de/politik/628/504836/text/
03. März 2010 um 18:53Uhr
Noch höchst interessantes wie umfangreiches Interview mit Heiner Geißler gefunden, wobei mir besonders die Erinnerung Heiner Geißlers an seine Kindheit gefiel:
http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:94mtvGSf184J:www.br-online.de/download/pdf/alpha/g/geissle r_heiner.pdf+Heiner+gei%C3%9Fler+unfall+beim+gleitschirmfliegen&hl=de&gl=de&sig=AHIEtbQ72E5qICp-V3BnrBoIW i5uQJ0×8g
Und noch ein Link zu einem kürzeren Interview jüngeren Datums:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/tacheles/1129139/
03. März 2010 um 19:13Uhr
Und noch zwei ebenso sehenswerte Links zu Aussagen Heiner Geißlers:
http://www.youtube.com/watch?v=JF71dIqk1f4&NR=1
http://www.youtube.com/watch?v=VI__18M70Qw
04. März 2010 um 11:20Uhr
Danke, Max, für die Links! - Etliche davon hab ich mir gleich als Quellen gesichert….
- Und es freut mich, feststellen zu können, dass es auch in westlichen Kulturkreisen noch sowas gibt, wie die schon fast totgesagte “Hochachtung vor dem Alter”, auch wenn die “Alten” keine gewichtige Mitsprache in der Politik mehr haben, - könnten sie doch gut sein für eine gewisse Kontinuität, die im Tagesgeschäft oft zu kurz kommt.
Geschuldet ist dies vielleicht sogar dem schnell wechselnden Mainstream, dem “Jugendwahn” und der zwangsläufigen Spezialisierung, die im Alter nicht mehr nötig ist.
Bedingung für die Achtung der alten Querdenker (Geißler, Schmidt, Kissinger, Hildebrandt usw.) scheint allerdings zu sein, dass sie ihren Weg aus innerer Konsequenz weiter gehen - und so vergibt man ihnen auch sonst störende Gedankengänge und Ideen wegen der Nähe zum Rand ihrer Grube. - -
Mit einem gelungenen “Nachruf ante mortem” feiert sich die Gesellschaft ja letztlich auch selbst!
06. März 2010 um 14:58Uhr
Nun ja , Heiner Geißler hatte sicher ein gutes Gedächtnis :
Wer hat da noch in einem ihrer ersten Programme die Verstaatlichung der Schlüsselindustrie und die Einführung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung gefordert
Richtig - die CDU Ahlener Programm .
Es gibt eben noch politisch tätige Persönlichkeiten - die eben nicht am Parteibuch erkannt werden möchten .
Meine Haltung : Parteien sind völlig überflüssig - außer als klare Einrichtung für Geldströme um die einseitige Richtung von Machtströmen zu kaufen .
Was das mit Demokratie - egal ob pläbiszitär oder repräsentativ - oder einer Mischung aus beidem - eben unserer Verfassung - zu tun hat, ist mir jedenfalls nicht verständlich .
Ich würde es klaren Feudalismus nennen .
Und da hatte in Heiner Geißler eben die CDU eine nicht käufliche kritische Stimme.
Hätten die Grünen mal eine - gings , so glaub ich - auch besser mit dem Wähler.
Aber so geht es für die grün angemalten Persönlichkeiten eben halt besser mit dem Konto , der Rente , der Frisur und anderen nützlichen Dingen des Alltags .
08. März 2010 um 22:54Uhr
zitat dieter hildebrandt
Nun wird Heiner Geißler 80 Jahre alt und Kohls Mädchen Merkel gratuliert ihm eifrig. Ich hoffe nur, dass der Jubilar das aushält.
diesen worten dieter hildebrandts kann ich mich nur anschließen.
als bairische schwäbin möchte ich dem jubilar zurufen. heinerle woischt was.. pack dei ränzle ond gang a weile ind berg, bis de scheinheilig bagasch vo berlin wiedr a ruh gibt…sellera ledda gschwätz hoscht bei gott ond alle heilige it verdeand.
lieber max pesie, mein großes kompliment für diesen tollen artikel.