einfachein von Fritzi
als wir uns nur schrieben
antwortetest du
immer
haargenau
auf das, was ich
zwischen den Zeilen
vor mir selbst
versteckte
wir sahen uns – stritten
oft und viel
um einzelne Worte und
ihre – uns jeweils -
treffende Bedeutung
dann überdachtest du und schriebst
mir, die ich überdachte und schrieb
dir – wie oft
in genau dem
selben Moment
wir lachten
versöhnten uns
stritten erneut und
jedes Streitwort beinhaltete doch nur
Angst
vergeblich zu hoffen … und
die Hoffnung
es möge nicht vergeblich sein
wir stritten
ausdauernd ständig beständig
eigentlich kaum jemals
wirklich – im Grunde
nur scheinbar und
dennoch
verloren wir dieses Spiel und
uns
… ich kann das Warum
immer noch
nicht benennen
sehe bis heute
keinen Grund, keinen Sinn -
nur die Angst, die wir
wie so viel anderes teilten
zerschnitt
was schon nahezu Eins war
als sei es
einfachein
Nichts

Bildquelle: Fritzi
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Frische Kommentare







07. Februar 2010 um 10:22Uhr
Es ist nicht abwertend gemeint - langsam habe ich eine Ahnung von der Verschiedenartigkeit der Sache . Nein , sicher nicht in der Kneipe entstanden - sicher wie der Märchentod ein Ausdruck von Sehnsucht . Wie störend ist dort die Realität.
Langsam begreife ich jedenfalls die Ablehnung und persönlichen Angriffe - .und den Gegensatz :
Ob meine Ahnung - mein Begreifen der Realität entspricht - eben darüber denke ich auch nach - in Respekt vor der Andersartigkeit des anderen Menschen und nicht um die Andersartigkeit zur Verurteilung und zum Angriff zu nutzen .
Die Texte mag ich sehr als Beschreibung einer Momentaufnahme - wobei man dem / der Autor ( in ) wünschen möchte , sie möge dort verweilen .” Doch im Film wird nach dem happy end gewöhnlich immer abjeblend. ( Tuchholsky )
07. Februar 2010 um 13:53Uhr
Ich habe es keineswegs als abwertend verstanden. Nur … ist das Gegenteil von “Sehnsucht” der Realitätsverlust - ist ihr Synonym “Traumwelt???
Ich persönlich denke: Nein.
Und noch etwas: in diesen - in “Märchentod” und “einfachein” beschriebenen - Momenten zu verweilen … das wünscht einem keiner, der es gut mit einem meint.
07. Februar 2010 um 18:21Uhr
Ja , nachdenkenswert , Fritzi !
Das ist eben die Andersartigkeit der Sichtweise !
Es bezieht sofort wieder eine Wertung ein . Wer es ” gut mit einem meint ” meint es meist gut mit sich und lebt eben von einem Traumbild indem er seine eigene Realität in andere Menschen spiegelt und sie als Wahrheit ausgibt .
Diesen Spiegel hält kaum jemand aus - kein Prinz , kein Frosch , und auch eben die Realität nicht . Meine ich .
Was ist denn gut , was böse ? Wer bestimmt es - wer hat die Macht , es durchzusetzen .
Ein Tagträumer ist sich halt seines Traumes bewußt - kann ihm entfliehen und in meinem Falle über sich selbst schmunzeln .
Wie ist das mit jemanden , der denkt , wenn schon jemand denkt , er meint es nicht gut mit dem Fritzi - meint er es dann doch automatisch böse ? Was steckt dahinter ? Macht ,
Glorie , Geld ?
Nein - es ist halt eben die andersartige Sichtweise - die der Analyse - und eben nicht der persönlichen Abwertung . Das man es nicht gut mit den anderen meint - somit automatisch ein schlechter - ja ein böser Mensch wird . Mir jedenfalls ist es zu einfach .
07. Februar 2010 um 19:05Uhr
Tagträumer … die/eine “Wertung” hast bisher hier nur du gegeben - ich stellte lediglich zwei rethorische Fragen und erlaubte mir eine Feststellung im Bezug auf die Aussage des von mir Geschriebenen.
Die “Andersartigkeit” der Sichtweise erklärt sich mir allein durch das Ziel, nach dem - und durch die Tiefe, in der - “gebohrt” wird.
Mit deinen Vermutungen verhält es sich folgender Maßen:
“Knapp daneben ist eben doch auch völlig vorbei.”
… was ich vor allem auf die Behauptung >>Wer es ” gut mit einem meint ” meint es meist gut mit sich<< münze.
Wer mich kennt, der weiss: “Ich bin hart gegen andere - und brutal gegen mich selbst” - und damit ist dieser Austausch für mich auch beendet; denn er ist mir nicht nur “zu einfach”, sondern auch “zu simpel”.
07. Februar 2010 um 22:16Uhr
Kommt mir irgendwie bekannt vor. Scheint allerdings wohl in der “Natur der Sache” zu liegen, diese Missverständnisse zwischen Männlein und Weiblein, ob nun schriftlich oder direkt. Fürchte jedoch, dass sich da relativ wenig ändert, da jeder Mensch auch in der Regel einen völlig andern Hintergrund hat, und von daher viele Assoziationen wie Diskussionen völlig konträr sind…
08. Februar 2010 um 11:49Uhr
Angst erscheint in diesem Text 4x, ebenso Streit - und hoffen 2x. Liebe taucht hier nicht auf und der Sinn verschwand anscheinend zwischen den Zeilen und Worten, die zum Fetisch wurden.
Dennoch ist das Ergebnis nicht “Nichts”, sondern das Ende eines Prozesses, nachdem die Energie aufgebraucht ist - ähnlich der Null-Linie auf einem Monitor am Krankenbett.
- Von jetzt an ist das Geschichte und kann zu Geschichten und Poesie dienen.
Weil die Schilderung des Ganzen zu komplex und somit unverständlich würde, rate ich zur Auswahl von Teil-Aspekten und der Verwendung von “Protagonisten”.
08. Februar 2010 um 12:40Uhr
ANGST ist der Liebe Tod.
Man hat Angst, Jemanden zu verlieren.
Kann man das?
Niemand gehört jemandem.
Auch nicht in der Liebe.
Zwei können nie Eins sein oder Eins
werden.
Sie können sich einig sein, doch jeder
Mensch bleibt der, der er ist.
Ist es anders, so hat einer seine Persönlichkeit verloren.
08. Februar 2010 um 14:25Uhr
Seltsam, wie unterschiedlich der gleiche Text in verschiedenen Schreibstuben verstanden, bzw. nicht verstanden und insgesamt interpretiert und beurteilt wird. - Noch seltsamer, hier zwar 3×5 Punkte, aber generell sehr konträr formulierende Kommentare erhalten zu haben.
Beispiel der Reaktionen auf einer anderen website:
“Die Ambivalenz und Vielschichtigkeit der Emotionen einer Beziehung kannst du wirklich gut in Worte fassen. - Zwischen den Zeilen lesen zu können ist Gabe und Fluch zugleich.
Irgendwann beginnt das Lauern - und dann die Angst, das Richtige zu sagen, um keinen Streit zu provozieren - und dann beginnt das Schweigen”.
Speedy - ich denke, man kann durchaus mit einem anderen Menschen “Eins” sein; sicher nicht immer, sicher nicht jeden Tag, aber in Sternstunden - und die sind es dann auch, was diesen Einen von allen anderen Menschen um einen her unterscheidet - und das, diese in Sternstunden erreichte Einigkeit, nenne ich dann “Liebe”.
08. Februar 2010 um 16:12Uhr
zuerst - mir gefällt Deine Definition der Liebe sehr…” diese in Sternstunden erreichte Einigkeit”
und dann - ja ich glaube auch zwischen den Zeilen lesen zu können,ist Gabe und Fluch zugleich - weil es eben auch immer die “Gefahr” der ganz persönlichen Interpretation birgt.
In diesem Text klingts für mich nach einem Beginn, der Wunder verhieß, Träume entstehen ließ, die dann doch schlußendlich nicht gelebt - weil vielleicht einfach nicht zugelassen werden konnten….
wäre es “nahezu schon eins” gewesen - bliebe dann tatsächlich ein “Nichts”?