Valentinsträume von ucre


ValentinsträumeJetzt sind sie wieder da, die Werbeplakate, Anzeigen und Aufrufe in den Medien, nicht zu übersehen. Kommerz statt Romantik.

Ich will auch Valentinstag haben.

Aber ich will nicht den kleinen Wochenendtrip an die Cote Irgendwo, kein teures Parfum, das sündhaft teure Candlelight-Diner, bei dem uns der Chef auch sieht, kein neues Kleid, keine Verlegenheitspralinen und nicht einmal den teuren Blumenstrauß mit Herzkarte.

Ich wünsche mir wieder dein Lächeln für mich am frühen Morgen – statt hastiges Aufstehen, weil die Arbeit ruft.
Ich wünsche mir wieder die kleinen Umarmungen und das zärtliche Suchen nach meiner Hand, während wir auf der Party deines Chefs sind.
Ich wünsche mir die kleinen zarten Luftküsse zurück, die uns auch im Alltag unsere Liebe ausdrücken, deinen suchenden Blick nach mir während dich andere beanspruchen.
Ein fröhliches Frühstück im Bett, wenn ich es am wenigsten erwarte, das Hintenanstellen aller anderen Dinge, nur um Gemeinsamkeit zu genießen – außerplanmäßig.
Das Lachen in deinen Augen, wenn du mich begrüßt.
Deine schützende Hand in meinem Rücken im Gedränge.
Den Sprung im Büroanzug zu mir in die Wanne nach einem anstrengenden Tag.
Ein aufmerksames liebevolles Gespräch für uns, zu uns, zu unseren gemeinsamen Zukunftsträumen…, die wir einmal hatten.
Träumen in deinen Armen – in Stunden der Zweisamkeit.
Umfangen werden von deiner Stärke in der Gewissheit, dass du da bist.
Wieder verrückt sein nach dir und ver-rückt sein durch dich.
Den Alltag zurückdrängen, ihm nicht so viel Platz einräumen.

Nein, nicht alles an diesem Tag -
aber 365 Tage im Jahr!

Bildquelle: © ucre

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7 Kommentare

  1. Gummibroetchen

    vielleicht geht es, wenn man selbst damit anfängt?

  2. Herr Beil

    …Strike! ;-)

  3. H.G.

    …ja, es sind die kleinen Dinge, die das Leben zu Zweit so prickelnd machen können,
    die Zärtlichkeiten, das miteinander Lachen, das Lächeln des Anderen, die Gesten, Verrücktes tun…
    Dinge, die es für kein Geld der Welt zu kaufen gibt!

    Die Geborgenheit spüren, die die zweite Hälfte des Ganzen vermittelt. Jeden Tag!

  4. Bille

    Volle Zustimmung, diese kleinen Gesten sind mehr wert alle Blumensträuße dieser Welt.

  5. Marianne SEB

    Dein Text bringt es weit besser auf den Punkt, als mein Gedicht. Dennoch lasse ich es hier:

    Ach ja, der Valentinstag, gäääääähn
    Muss der Kalender erinnern? Schäm!
    Ist es mal wieder so weit?
    Blumen nur dann bereit?

    Was öden mich diese Pflichttage an
    Hängt eh nur Geldmacherei daran
    Muttertag gehört dazu
    Davon will ich meine Ruh.

    Zuhause schon hieß es ohne Frag’
    Vergiss es diesen einen Tag
    Sei lieb ganzjährig zu mir
    Das tut sehr gut auch Dir.

    Stell diesen schlechten Reim bereit
    Gern wünsch ich eine gute Zeit
    Ein MUSS hat kein Gewicht
    Den Tag heut’ braucht’s doch nicht

    © Marianne SEB

  6. ucre

    @ Marianne SEB ;-) Du bist da in deinem Gedicht sehr viel bissiger… doch genauso eindeutig, oder?!

  7. nini

    bei mir war an mindestens vier tagen in der woche valentinstag.

    immer fand ich irgendwo ein kleines liebesbriefchen, eine notiz am spiegel im bad, oder ein winziges geschenk. diese kleinen so liebenswerten gesten waren es, welche ich nach dem tod meines mannes so sehr vermisste…

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