entTäuschung von Herr Beil


So, wie du…mal wieder und immer noch nicht genug. Vielleicht.



Menschen
begegnet.

Mit
ihnen
geplaudert,
gelacht,
nachgedacht,
diskutiert,
philosophiert,
geheult,
geschwiegen.

Menschen
kennengelernt.

Mit
ihnen
geflüstert,
persönliches,
ausgetauscht
gemocht,
vertraut,
getraut,
zu sein,
wie man ist,
erzählt,
zugehört,
gefühlt,
mitgefühlt,
wohlgefühlt.

Menschen
begegnet.

Durch
sie
überrascht,
erstaunt,
verwirrt,
befremdet,
enttäuscht,
ernüchtert,
verletzt.

Menschen
kennengelernt.

Von
ihnen
benutzt,
belogen,
belacht,
missbraucht.

Menschen
begegnet,
kennengelernt,
erkannt.

Menschen?

entTäuschung.

Bildquelle: © Herr Beil

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8 Kommentare

  1. DoppelUe

    Ich kenne solche Situationen auch sehr gut. Inzwischen hat mich das sogar so skeptisch gemacht, dass ich gar keine Lust mehr habe mich mit neuen Menschen zu befreunden. Und ich war immer sehr offen für neue Freundschaften oder Bekanntschaften.

    Das ist wohl die Lernkurve, die jeder Mensch im Leben durchlaufen muss. ich habe früher nicht verstanden, warum manch andere so ungern Freundschaften eingehen. Nun kann ich es gut verstehen.

    Mir geht seit Wochen ein Satz aus einem Song nicht aus dem Kopf:

    “Shame on you, if you fool me once, shame on me, if you fool me twice”.

    “Frohes Neues.”

  2. Bille

    Wer hat sie nicht schon so erlebt, diese Enttäuschungen, sie gehören zum Leben dazu.
    Und doch bin ich jedesmal aufs Neue ertaunt, mich wieder mal geirrt zu haben.
    Trotzdem bin immer noch neugierig auf neue Bekanntschaften, nur bin ich im Laufe der Zeit doch vorsichtiger geworden, wem ich vertraue und wem nicht.
    Micha, dein Text gefällt mir.

  3. Gummibroetchen

    ja, gefällt mir auch, der Text. Aber inzwischen hab ich gelernt: schlimmer noch, als enttäuscht zu werden, ist das Gefühl, selbst enttäuscht zu haben. Dies ist mir einige Male nachweislich passiert, und wer weiß, wie oft, ohne dass ich es gemerkt habe. :oops:

  4. nini

    ich bin leider im lauf der jahre mehrfach enttäuscht worden, und saß im keller meiner gefühle. seither bin ich vorsichtiger geworden. ich lasse die leute zwar immer auf mich zukommen, achte aber mehr auf ihre aussagen und gesten und habe wenn man es so will einer eventuellen täuschung vorgebeugt.

    micha, vielleicht liegt es an der überflutung von informationen die unseren alltag bestimmt, und haben es verlernt bei anderen menschen besser zuzuhören. wir sind gewisser maßen daher selbst schuld wenn wir enttäuscht werden.

  5. Tagtraeumer

    Lob adelt - Enttäuschung schafft Raum für Gedanken.
    Dein Text war klasse - Michael . . Nein , trösten will ich nicht , loben ! Er zeigt dem Leser seinen eigenen Kopf und eben auch deutlich das Nichtvorhandensein eines solchen !
    Dieser Text steckte voller Freude ohne Häme - mit klaren Anspielungungen - den Keks meinte ich ..
    Und jetzt - ein Resumee und denn die Klage , Anklage ! Schade - die Wenigen , die Dich so verletzt haben triffst Du nicht - sie sind ohnehin stumpf .
    Die Vielen , die sich nicht empört haben - schweigend zugelesen haben - sie sind sicher über Deine Zeilen betroffen - kennen sie es doch selbst gut genug.
    Ich denke es ist Zeit - für Dich - den Kopf wieder zu heben und aufrecht zu gehen . Denn diese schweigenden Menschen lohnen den aufrechten Gang . Die anderen werden oft genug versuchen Dich in die Knie zu zwingen - weil sie selbst oft nichts von sich halten - denke zumindest ich .
    Danke für das Foto !

  6. manu1608

    irgendwann einmal habe ich für mich begonnen, meinen Anteil an den Enttäuschungen zu begucken und festgestellt, daß es so häufig enttäuschte Erwartungen waren…welche ich eben auch bei anderen - und da schließe ich mich Ilse an - auch das ein- oder andere Mal nicht erfüllte - nicht erfüllen konnte….Und in beiden Fällen ist es schmerzhaft.
    Das aber läßt mich nicht zu der abschließenden Erkenntnis kommen, daß Menschen per Definition Enttäuschung bedeuten …..
    weil ich wohl das Glück hatte und habe, daß mir immer wieder solche begegnen, die mir sehr guttun oder für die ich ich eben eine Weile gut sein kann…

  7. Tagtraeumer

    Oh - das betrifft mich sehr ! Emotinal mein ich .
    Ich habe einige Menschen erlebt - die haben aus der ” eine Weile ” ein Leben gemacht .
    Wenn die eigenen Maßstäbe in den Hintergrund treten - der Standpunkt des Anderen wichtig wird - man den eigenen als eine der Möglichkeiten empfindet - dem des anderen mit Respekt begegnet und nicht mit Ablehnung - allein der Standort - eine unbegreifbare Sache für einen selbst heißt doch noch lnge nicht - sie sei nicht begreifbar - dann ist der denkende Mensch doch etwas Schönes ?

  8. Max Pesie

    Ganz schön bitter, streckenweise… Gut nur, dass es auch noch andre Menschen gibt.

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